Eingewöhnungskonzept: Die Kunst anzukommen

 

Ablauf der Eingewöhnung

 

 Die ersten Tage

 

In den ersten Tagen (die Dauer ist bei uns immer abhängig von dem Bedürfnis und Befinden Ihres Kindes) werden Sie mit Ihrem Kind bis zu eine Stunde gemeinsam mit Ihrer Bezugserzieherin in Ihrer Gruppe sein. Die Erzieherin beobachtet die Verbindung zwischen Ihnen und Ihrem Kind und beginnt dann mit Ihrem Kind einfühlend und liebevoll Kontakt aufzubauen. In diesen ersten Tagen ist Zeit, Geduld, eine entspannte Atmosphäre und Beobachtung entscheidend.

 

Ihr Kind orientiert sich an Ihrer Sicherheit und der Befindlichkeit und danach an dem behutsamen Kontakt mit der Bezugserzieherin.

 

 Die zweite Woche

 

Die Erzieherin wird mit Ihnen den Verlauf der nächsten Tage/Wochen besprechen.

 

Es findet ein erster Trennungsversuch von etwa 10 Minuten bis maximal 30 Minuten statt. Besonders hilfreich kann hierbei auch ein für das Kind wichtiger Gegenstand (Kuscheltier, Kuscheldecke, etc.…) sein.

 

Wenn Ihr Kind diesen Vorgang akzeptiert, verläuft die behutsame Trennung immer in Absprache mit der Bezugserzieherin so weiter. Mit jedem kommenden Tag kann dann die Trennungszeit langsam und immer mit Blick auf Ihr Kind vergrößert werden. Ein Abschiedsritual ist hierbei besonders empfehlenswert.

 Sollten die ersten Trennungsversuche von Ihrem Kind nicht akzeptiert werden, so verlängert sich der Schritt „die ersten Tage“ um 2 Wochen!

 

 Ab der dritten Woche

 

Nun darf Ihr Kind ein bis drei Stunden in der Gruppe bleiben und Ihre Abwesenheit verlängert sich. Ihr Kind fühlt sich nun vertrauter und spürt eine sichere Bindung zwischen sich und der Bezugserzieherin.  Die Phasen verlängern sich zwischen Morgenkreis und Abholzeit der Teilzeit Kinder, das Mittagessen, die Ruhezeit/ Schlafenszeit und später der Snack werden langsam dazugekommen.

 

Noch immer ist Geduld, Einfühlung und Ihr Befinden von großer Bedeutung. Sie sind in der Nähe der Kita und jederzeit während Ihrer Abwesenheit erreichbar. Ihr Kind benötigt vielleicht in einer schwierigen Situation Ihre zügige Anwesenheit.

 

Die Gewissheit darauf und auch das Vertrauen, dass der wichtigste Mensch Ihres Kindes – nämlich Sie – immer erreichbar ist, ist gleichzeitig der Schlüssel für eine erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Kita und Eltern, aber auch die Basis für eine funktionierende Eingewöhnung.

 

 Ende der Eingewöhnungszeit

 

Nach sechs bis acht Wochen (je nach Persönlichkeit des Kindes und Erfolg der Eingewöhnung) beginnt für Ihr Kind der Kitaalltag. Jetzt wird sich Ihr Kind in Begleitung der Bezugserzieherin freier bewegen und sich vertraut den neuen Eindrücken und Abenteuern in unserer Kita widmen.

 

 Individualität

 

Nicht immer läuft alles wie wir Erwachsenen es planen oder auch erhoffen, jedoch bilden Sie, Ihr Kind und die Bezugserzieherin eine starke Gemeinschaft. Wenn Schwierigkeiten oder größere Herausforderungen auftreten, dann finden wir gemeinsam eine Lösung, bzw. Handlungsoption.

 

 Wichtige Aspekte während der Eingewöhnung

 

  • Montags findet immer eine Wiederholung von Freitags statt. Es wird montags nichts Neues ausprobiert.

  • Pro Tag wagen wir einen neuen Schritt.

  • Der nächste Schritt folgt erst wenn der vorherige akzeptiert wurde.

  • Jeder neue Tag und jeder neue Schritt wird immer gemeinsam besprochen.

  • Ihr Kind wird während der Eingewöhnung noch nicht über die gesamte Öffnungszeit anwesend sein.

  • Die Eingewöhnungszeit orientiert sich an Ihrem Kind, dauert jedoch in den meisten Fällen zwei bis sechs Wochen

  • Ein enger Kontakt zwischen Eltern und Bezugserzieherin ist uns besonders wichtig.

  • In Ihrer Abwesenheit sind Sie kontinuierlich erreichbar.

  • Die Eingewöhnungszeit sollte nicht durch etwa Urlaube oder sonstige Abwesenheit unterbrochen werden.

  • Zeit, Geduld, Vertrauen und die Kraft mit einem guten Gefühl loszulassen ist von großer Bedeutung.